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<title>Umgangssprache</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Umgangssprache</span></h1>
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<p>Die <b>Umgangssprache</b>, auch <b>Alltagssprache</b>, <b>Normalsprache</b> oder <b>Gebrauchssprache</b>, ist – im Gegensatz zur <a href="Standardvariet%C3%A4t" title="Standardvarietät">Standardsprache</a> und auch zur <a href="Fachsprache" title="Fachsprache">Fachsprache</a> – die <a href="Sprache" title="Sprache">Sprache</a>, die im täglichen Umgang benutzt wird, aber keinem spezifischen <a href="Soziolekt" title="Soziolekt">Soziolekt</a> entspricht. Ein <a href="Dialekt" title="Dialekt">Dialekt</a> kann als Umgangssprache betrachtet werden, oder diese nimmt eine Zwischenstellung zwischen Dialekt und Standardsprache ein. Der <a href="Begriff" title="Begriff">Begriff</a> ist nur unscharf zu den Begriffen <a href="Gemeinsprache" title="Gemeinsprache">Gemeinsprache</a> und <a href="Gebrauchssprache" title="Gebrauchssprache">Gebrauchssprache</a> abgrenzbar. In Bezug auf bestimmte Situationen stellen <a href="Verkehrssprache" title="Verkehrssprache">Verkehrssprachen</a> die Umgangssprache dar.
</p><p>Der Begriff <i>Umgangssprache</i> hat auch die Bedeutung „nachlässige, saloppe bis derbe Ausdrucksweise“. Dabei wird vor allem nach <a href="Sprachstil" title="Sprachstil">Sprachstil</a> unterschieden und die Umgangssprache in Gegensatz zu einer gepflegten Ausdrucksweise gesetzt. Es wird hingegen nicht berücksichtigt, ob die Ausdrucksweise einem spezifischen Soziolekt entspricht oder nicht. Kennzeichen der Umgangssprache in dieser Bedeutung sind <a href="Kolloquialismus" title="Kolloquialismus">Kolloquialismen</a>.
</p><p>Die Umgangssprache im ersten Sinn wird geprägt durch <a href="Region#Wissenschaftlich_definierte_Regionen" title="Region">regionale</a> und <a href="Soziologie" title="Soziologie">soziale</a> Gegebenheiten wie den <a href="Bildung" title="Bildung">Bildungs</a>stand und das <a href="Soziales_Milieu" title="Soziales Milieu">soziale Milieu</a> der Sprechenden oder die Situation. Mitunter werden umgangssprachliche Ausdrucksformen auch <a href="Synonym" title="Synonym">synonym</a> als „volksmundlich“ (in der Bedeutung von „<a href="Volksmund" title="Volksmund">Volksmund</a>“) bezeichnet.
</p><p>Die Umgangssprache wird im deutschen Kontext manchmal als „Pufferzone“ zwischen <a href="Standarddeutsch" title="Standarddeutsch">Standardhochdeutsch</a> und Nichtstandarddeutsch angesehen.<sup id="cite_ref-ds_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-ds-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Ulrich_Ammon" title="Ulrich Ammon">Ulrich Ammon</a> stellt fest, dass der Begriff <i>umgangssprachlich</i> auf zwei Arten verstanden werden kann: als Ausdruck für die sprachlichen Einheiten der Umgangssprachenorm (d.&nbsp;h. eine bestimmte Stilschicht der <a href="Standardvariet%C3%A4t" title="Standardvarietät">Standardsprache</a>) oder als Begriff für Substandardformen.<sup id="cite_ref-ds_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-ds-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Peter Trudgill ist der Meinung, dass die Standard-Sprachpraxis sowohl formale als auch umgangssprachliche Elemente umfassen kann und dass informelle Mittel nicht notwendigerweise Nonstandardgebrauch anzeigen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein <a href="Sprachatlas" title="Sprachatlas">Sprachatlas</a> zeigt die regionalen Unterschiede und deren Verteilung. Ein neuer regionaler Sprachatlas entsteht in langjähriger Arbeit als "Atlas zur deutschen Alltagssprache".
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Allgemeines">Allgemeines</h2></div>
<p>Der Begriff „Umgangssprache“ wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von <a href="Joachim_Heinrich_Campe" title="Joachim Heinrich Campe">Joachim Heinrich Campe</a> in die deutsche <a href="Philologie" title="Philologie">Philologie</a> eingeführt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im deutschen <a href="Sprachraum" title="Sprachraum">Sprachraum</a> gibt es keine <a href="Standardvariet%C3%A4t" title="Standardvarietät">Standardvarietät</a>, die als Umgangssprache dient. Die lang andauernde historische Vielfalt regionaler Herrschaftsverhältnisse hat ihre Spuren in einem stark heterogenen (nicht standardisierten) umgangssprachlichen Sprechverhalten hinterlassen.
</p><p>Weder ist die Standardsprache verbindlich festgelegt noch sind umgangssprachliche Abweichungen hiervon verbindlich abgegrenzt. Es gibt keine staatlichen Institutionen der deutschsprachigen Länder, die dafür zuständig sein könnten. Zwar werden verschiedene <a href="W%C3%B6rterbuch" title="Wörterbuch">Wörterbücher</a> als Orientierung für die hochdeutsche Standardsprache (<a href="Standarddeutsch" title="Standarddeutsch">Standarddeutsch</a>) verwendet – z.&nbsp;B. zu <a href="Deutsche_Grammatik" title="Deutsche Grammatik">Grammatik</a>, <a href="Aussprache_der_deutschen_Sprache" title="Aussprache der deutschen Sprache">Aussprache</a> und Stil –, aber das sind freiwillige Entscheidungen, deshalb kann nicht von einer verbindlichen Norm in der Standardsprache gegenüber einer fehlenden Norm in der Umgangssprache gesprochen werden.
</p><p>Einzig der Bereich <a href="Deutsche_Rechtschreibung" title="Deutsche Rechtschreibung">Rechtschreibung</a> bildet eine Ausnahme, weil zumindest für den Gebrauch in Schulen und Behörden seit dem späten 19. Jahrhundert verbindliche Regelwerke existieren, seit der <a href="Orthographische_Konferenz_von_1901" title="Orthographische Konferenz von 1901">Orthographischen Konferenz von 1901</a> sogar weitestgehend einheitlich im deutschen Sprachraum.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerhalb von Schulen und Behörden richten sich zwar viele ebenfalls nach diesen Regelwerken, z.&nbsp;B. <a href="Nachrichtenagentur" class="mw-redirect" title="Nachrichtenagentur">Nachrichtenagenturen</a> und <a href="Medienunternehmen" title="Medienunternehmen">Medienunternehmen</a> wie <a href="Verlag" title="Verlag">Verlage</a>, aber das sind wieder freiwillige Entscheidungen.
</p><p>Auch die nicht standardisierte Umgangssprache unterliegt einer gewissen Einheitlichkeit, die dadurch entsteht, dass sich ihre Sprecher an anderen Sprechern orientieren und sich anpassen. Im Unterschied zur hochdeutschen Standardsprache, bei der die schriftliche Orientierung meist an Wörterbüchern erfolgt, ist die vereinheitlichende Orientierung der verschriftlichten Umgangssprache diffus, wechselhaft und oft nicht eindeutig zu ermitteln. Diese Unschärfe ist jedoch gleichzeitig die Quelle für ihren lebendigen Wortreichtum, der besonders für die Fortentwicklung der Standardsprache wichtig ist.
</p><p>In der öffentlichen Wahrnehmung nimmt man öfter eine für die Sprachentwicklung als charismatisch geltende Sprachform als Ausgangsmaterial für die späteren Standard- und Umgangssprachen an. In Deutschland wird dies der <a href="Bibel" title="Bibel">Bibel</a>­übersetzung <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Martin Luthers</a> nachgesagt, in Großbritannien dem <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englisch</a> des Königshauses, in Frankreich der Umgangssprache der Region von Paris, in Russland dem Werk des <a href="Nationaldichter" title="Nationaldichter">Nationaldichters</a> <a href="Alexander_Sergejewitsch_Puschkin" title="Alexander Sergejewitsch Puschkin">Alexander Sergejewitsch Puschkin</a>.
</p><p>In der Philosophie gilt nach einem Ausspruch von <a href="Karl-Otto_Apel" title="Karl-Otto Apel">Karl-Otto Apel</a> die Umgangssprache als „letzte <a href="Metasprache" title="Metasprache">Metasprache</a>“ und als solche notwendig für die <a href="Metakommunikation" title="Metakommunikation">Metakommunikation</a>,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> weil man ihr den geringsten Abstand zum individuellen Bewusstsein (im Sinne einer <a href="Lingua_mentis" class="mw-redirect" title="Lingua mentis">lingua mentis</a>) unterstellt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgrenzungen">Abgrenzungen</h2></div>
<p>Die Umgangssprache unterscheidet sich von der gehobenen Sprache, von öffentlicher Rede, <a href="Drama" title="Drama">Drama</a>, <a href="Lyrik" title="Lyrik">Gedicht</a>, aber auch dem <a href="Lexikon" title="Lexikon">Lexikon</a>­artikel sowie der Zwischenschicht von <a href="Popularit%C3%A4t" title="Popularität">populärer</a> gehobener Umgangssprache (<a href="Essay" title="Essay">Essay</a>, <a href="Zeitung" title="Zeitung">Zeitungs</a>­artikel, <a href="Bildungssprache" title="Bildungssprache">Bildungssprache</a> Rundfunk- oder Fernsehsprache beziehungsweise „Fernsehdeutsch“). Dabei gilt das Primat der <a href="Gesprochene_Sprache" title="Gesprochene Sprache">gesprochenen Sprache</a>, d.&nbsp;h., Neubildungen und Feststellen der Korrektheit finden zunächst in konkreten Sprechsituationen Akzeptanz, die <a href="Verschriftlichung" class="mw-redirect" title="Verschriftlichung">Verschriftlichung</a> erfolgt im Allgemeinen mit einem gewissen Abstand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fachsprache">Fachsprache</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Fachsprache" title="Fachsprache">Fachsprache</a></i></div>
<p><a href="Diskrepanz" title="Diskrepanz">Diskrepanzen</a> zwischen der Umgangssprache und Fachsprachen sind nicht einheitlich. Sie sind vielmehr situations- und <a href="Kontext_(Sprachwissenschaft)" title="Kontext (Sprachwissenschaft)">kontextabhängig</a>. Es gibt unzweideutige, klar definierte Unterschiede wegen unterschiedlicher <a href="Wertvorstellung" title="Wertvorstellung">Werte</a> zwischen bestimmten Berufsgruppenangehörigen und Laien; das Auseinanderklaffen heißt abwertend auch <i>déformation professionnelle</i> (etwa: „<a href="Fachidiot" title="Fachidiot">Fachidiotie</a>“). Beispielsweise ist ein medizinischer <a href="Befund_(Medizin)" title="Befund (Medizin)">Befund</a> für die Fachperson „negativ“, wenn er eine bestimmte <a href="Diagnose" title="Diagnose">Diagnose</a> ausschließt, der <a href="Amateur" title="Amateur">Laie</a> hört aber die umgangssprachliche Bedeutung von „negativ“ (= schlecht, unerwünscht) und vermutet, dass eine Erkrankung festgestellt wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Standardsprache">Standardsprache</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Standardsprache" title="Standardsprache">Standardsprache</a> und <a href="Diglossie" title="Diglossie">Diglossie</a></i></div>
<p>Der Prozess der Bildung, Fortentwicklung und Pflege einer Standardsprache beruht heutzutage in vielen Ländern auf einer ständigen Beobachtung der lebendigen Umgangssprache durch kulturelle Institutionen. Diese haben sich der Aufgabe selbst verschrieben, z.&nbsp;B. der <a href="Bibliographisches_Institut_%26_F._A._Brockhaus" title="Bibliographisches Institut &amp; F. A. Brockhaus">Dudenverlag</a>, oder sind staatlicherseits beauftragt, z.&nbsp;B. Kulturinstitute wie die <i><a href="Acad%C3%A9mie_fran%C3%A7aise" title="Académie française">Académie française</a></i> oder die <i><a href="Accademia_della_Crusca" title="Accademia della Crusca">Accademia della Crusca</a></i>. Für das Englische fehlt eine vergleichbare Einrichtung, abgesehen von einer gewissen Autorität der Ausdrucksweisen des britischen Königshauses oder von Absolventen der namhaften Universitäten.
</p><p>Je nach nationaler Geschichte entwickelten sich Schrift- und Standardsprache in den modernen Staaten höchst verschieden. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Bewertung des Stellenwerts der Umgangssprache und der Einfluss der für die Gestaltung der Standardsprache zuständigen Institutionen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Regionalsprachen,_Dialekte_und_Mundarten"><span id="Regionalsprachen.2C_Dialekte_und_Mundarten"></span>Regionalsprachen, Dialekte und Mundarten</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Regionalsprache" title="Regionalsprache">Regionalsprache</a> und <a href="Dialekt" title="Dialekt">Dialekt</a></i></div>
<p>Die gesteigerte <a href="R%C3%A4umliche_Mobilit%C3%A4t" title="Räumliche Mobilität">Mobilität</a> und die <a href="Massenmedien" title="Massenmedien">Massenmedien</a> schmälern die Zahl der Sprecher von Mundarten und Dialekte kontinuierlich. Zugleich nimmt der Regionalcharakter umgangssprachlicher Elemente ab, d.&nbsp;h., die Umgangssprache wird standardisiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Umgangssprache_und_ständiger_Sprachwandel"><span id="Umgangssprache_und_st.C3.A4ndiger_Sprachwandel"></span>Umgangssprache und ständiger Sprachwandel</h2></div>
<p>Höhere Mobilität, <a href="Fremdenverkehr" class="mw-redirect" title="Fremdenverkehr">Fremdenverkehr</a>, <a href="Massenmedien" title="Massenmedien">Massenmedien</a>, <a href="EDV" class="mw-redirect" title="EDV">EDV</a>, U-<a href="Musik" title="Musik">Musik</a> und anderes beschleunigen heute die alltägliche <a href="Sprachwandel" title="Sprachwandel">Sprachentwicklung</a>. Andererseits „verlangsamen“ <a href="Regel_(Richtlinie)" title="Regel (Richtlinie)">normierende</a> Wirkungen des <a href="Fernsehen" title="Fernsehen">Fernsehens</a> und aufgelockerte Dialektgrenzen den Wandel auch etwas.
</p><p>Ohnehin lehnt sich die formelle Beschreibung einer Sprache an die Umgangssprache an. Die Standardsprache nimmt Elemente aus der Umgangssprache auf und verändert ihren <a href="Sprachgebrauch" title="Sprachgebrauch">Sprachgebrauch</a> gegebenenfalls mit ihr, meist mit einer gewissen Verzögerung und nur zu einem geringen Teil. Anhand der <a href="Lexik" class="mw-redirect" title="Lexik">lexischen</a> Unterschiede zwischen beiden Sprachformen lassen sich oft Regeln der <a href="Onomasiologie" title="Onomasiologie">Entstehung von Wörtern</a> gut beobachten, zum Beispiel wenn aus dem Wort „Lokomotive“ auch in der Schriftsprache allmählich das Wort „Lok“ wird. Dies ist zugleich ein Beispiel dafür, dass diese Art des Sprachwandels die Sprache unsystematischer machen kann, denn aussprachegerecht wäre die Schreibung „Lock“ naheliegender.
</p><p>Stets prägen insbesondere <a href="Jugendsprache" title="Jugendsprache">Jugendsprache</a> und andere Szenesprachen die Umgangssprache der folgenden Generation – wesentlich mehr als die auf speziellere Gruppen beschränkte etwa <a href="Soldatensprache" title="Soldatensprache">Soldatensprache</a>, <a href="Gef%C3%A4ngnissprache" title="Gefängnissprache">Gefängnissprache</a>, <a href="Studentensprache" class="mw-redirect" title="Studentensprache">Studentensprache</a>, <a href="Bergmannssprache" title="Bergmannssprache">Bergmannssprache</a>, <a href="J%C3%A4gersprache" title="Jägersprache">Jägersprache</a>, <a href="Fachsprache" title="Fachsprache">Fachsprachen</a> usw. Die Umgangssprache erneuert sich also immer wieder u.&nbsp;a. aus den Soziolekten und spiegelt dabei die kulturelle Bedeutung wider, die die Sprechergemeinschaft insgesamt den entsprechenden Gruppen zubilligt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgekürzte_Bezeichnung"><span id="Abgek.C3.BCrzte_Bezeichnung"></span>Abgekürzte Bezeichnung</h2></div>
<p>Für <i>Umgangssprache</i> und für <i>umgangssprachlich</i> findet gelegentlich die Abkürzung <i>UG</i>, für <i>umgangssprachlich</i> häufig <i>ugs.</i> Verwendung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Vernakularsprache" title="Vernakularsprache">Vernakularsprache</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Karl-Heinz_Best" title="Karl-Heinz Best">Karl-Heinz Best</a>: <i>Zur Entwicklung des Wortschatzes der deutschen Umgangssprache.</i> In: <i>Glottometrics</i> 20, 2010, S. 34–37 (PDF <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ram-verlag.eu/wp-content/uploads/2018/08/g20zeit.pdf#page=37">Volltext</a>) (mathematische Modellierung des Wortschatzwachstums der deutschen Umgangssprache vom 10./11. Jahrhundert an; Datengrundlage sind die beiden ersten Bände von Küpper, Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, ausgewertet von <a href="Helmut_Meier_(Germanist)" title="Helmut Meier (Germanist)">Helmut Meier</a>: <i>Deutsche Sprachstatistik</i>. 2. Aufl., Olms, Hildesheim 1967, 1978, ISBN 3-487-00735-5 (1. Aufl. 1964)).</li>
<li><a href="Heinz_K%C3%BCpper_(Sprachwissenschaftler)" title="Heinz Küpper (Sprachwissenschaftler)">Heinz Küpper</a>: <i>Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache.</i> Klett, Stuttgart 1982, ISBN 3-12-570010-8 (8 Bände).</li>
<li>Heinz Küpper: <i>Wörterbuch der deutschen Umgangssprache.</i> Klett, Stuttgart 1987, ISBN 3-12-570600-9.</li>
<li>Alfred Lameli: <i>Standard und Substandard. Regionalismen im diachronen Längsschnitt.</i> Steiner, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08558-0.</li>
<li>Alexandra N. Lenz: <i>Struktur und Dynamik des Substandards. Eine Studie zum Westmitteldeutschen (Wittlich, Eifel).</i> Steiner, Stuttgart 2003, ISBN 3-515-08349-9.</li>
<li>Alexandra N. Lenz: <i>Emergence of Varieties through Restructuring and Reevaluation.</i> In: Peter Auer/Jürgen Erich Schmidt (eds.): <i>Language and Space. An International Handbook of Linguistic Variation. Volume 1: Theories and Methods.</i> De Gruyter Mouton, Berlin/New York 2010, 295–315.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Umgangssprache" class="extiw external" title="wikt:Umgangssprache">Wiktionary: Umgangssprache</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Alltagssprache" class="extiw external" title="wikt:Alltagssprache">Wiktionary: Alltagssprache</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/ugs." class="extiw external" title="wikt:ugs.">Wiktionary: ugs.</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4061588-1">Literatur von und über Umgangssprache</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.atlas-alltagssprache.de/">Atlas zur deutschen Alltagssprache</a> – Wörterliste und umfangreiches Kartenmaterial zur deutschen Alltagssprache. (Die regionalen Varianten werden mit regelmäßigen Internetumfragen ermittelt.)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sprachnudel.de/">Sprachnudel</a> – Sammlung von sprachlichen Trends, „Wörterbuch der Jetztsprache“</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.redensarten-index.de/suche.php">Redensarten-Index</a> – Wörterbuch für Redensarten, Redewendungen, idiomatische Ausdrücke, Sprichwörter und Umgangssprache</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.urbandictionary.com/">Urban Dictionary</a> – umfangreiche Sammlung von Begriffen und Redewendungen (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.onlinesprache.de/">Onlinesprache.de</a> – Wörterbuch für die Umgangssprache im Netzjargon</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-ds-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ds_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ds_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Danko Šipka: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Exclusion Labels in Slavic Monolingual Dictionaries: Lexicographic Construal of Non-Standardness</cite>. In: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Colloquium: New Philologies</cite>. 1 (1). Jahrgang, Dezember 2016, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%222520-3355%22&amp;key=cql">2520-3355</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>4</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.23963/cnp.2016.1.1">10.23963/cnp.2016.1.1</a></span> (englisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Umgangssprache&amp;rft.atitle=Exclusion+Labels+in+Slavic+Monolingual+Dictionaries%3A+Lexicographic+Construal+of+Non-Standardness&amp;rft.au=Danko+%C5%A0ipka&amp;rft.date=2016-12&amp;rft.doi=10.23963%2Fcnp.2016.1.1&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=2520-3355&amp;rft.jtitle=Colloquium%3A+New+Philologies&amp;rft.pages=4&amp;rft.volume=1+%281%29.+Jahrgang" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">Peter Trudgill: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Sociolinguistics: An Introduction to Language and Society</cite>. Penguin UK, 2000, ISBN 978-0-14-192630-8, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>17</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=X7Y7DYlQu8QC">google.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Umgangssprache&amp;rft.au=Peter+Trudgill&amp;rft.btitle=Sociolinguistics%3A+An+Introduction+to+Language+and+Society&amp;rft.date=2000&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9780141926308&amp;rft.pages=17&amp;rft.pub=Penguin+UK" style="display:none">&nbsp;</span></span></span>
</li>
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